Natur und Landschaften

Die Natur und die einzigartigen Landschaften der Alpillen haben zahlreiche Künstler inspiriert, darunter so berühmte Namen wie Vincent Van Gogh, Jean Cocteau und Yves Brayer.

Die Wege, die sich durch das Gemeindegebiet von Les Baux-de-Provence schlängeln, begeistern sowohl Geschichtsinteressierte als auch Sportler. Familien auf der Suche nach Wandermöglichkeiten in einer einzigartigen Umgebung kommen hier ebenfalls ganz auf ihre Kosten. Auf diesen Wegen durch den regionalen Naturpark der Alpillen wartet hinter jeder Wegbiegung eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt.

Aus Fels und Gestein

Die chaotische Welt der Minerale von Les Baux-de-Provence wurde schon von großen Schriftstellern dargestellt. Um die zerklüftete Landschaft mit ihren von Höhlen durchzogenen Felswänden ranken sich seit jeher zahlreiche Legenden …

Das Kalkgestein

Seit der Antike wurde in Les Baux-de-Provence Gestein abgebaut und Steinbrüche haben das Landschaftsbild maßgeblich geprägt. Das weiche Kalkgestein, die sogenannte Molasse, lässt sich leicht formen und behauen. Es wurde für den Rohbau von Gebäuden, aber auch für dekorative Architekturelemente wie die Kapitelle oder Gewölbebögen der Monumente in Arles verwendet.

Nach und nach wurde der Steinabbau unter freiem Himmel, den die Römer eingeführt hatten, durch den Abbau unter der Erde ersetzt, wo das Gestein homogener und weicher ist und sich leichter formen lässt. Sobald das Gestein von Les Baux herausgebrochen und in die gewünschte Form gehauen worden ist, erhält es durch die Witterungsbedingungen schnell eine harte und patinierte Oberfläche.

Die starken Winde formen die Molasse nach Lust und Laune. Mit etwas Fantasie können Sie hier und da Piratenschädel, Löwen und andere Fantasiegestalten aus Stein entdecken. Im Val d’Enfer, dem Höllental, das von Monstern aus Stein bewacht wird, hausten Legenden und Dichter in Hexen- und Feenhöhlen. Dante ließ sich für sein Werk Inferno vom Val d’Enfer inspirieren, und in Mirèio von Frédéric Mistral diente das Tal der Hexe Taven als Zufluchtsort.

Das Bauxit

1821 entdeckte der Mineraloge Pierre Berthier auf dem Gemeindegebiet von Les Baux-de-Provence ein rotes Mineral, das aus einem oder mehreren Aluminiumoxidhydraten bestand. Er nannte es Bauxit.

Mit den Proben von Berthier aus Les Baux-de-Provence konnten Forscher 1858 erstmals ein Aluminiumdoppelchlorid herstellen, aus dem das Metall leicht extrahiert werden konnte. Bis 1939 war Frankreich der weltweit größte Produzent dieses Minerals. 1990 stellten die letzten Bergwerke in Les Baux-de-Provence ihre Abbautätigkeit ein.

Aluminium, das aus Bauxit extrahierte Metall, wird seit dem Ende des 19. Jh. in der Industrie verwendet. Das wichtigste Nichteisenmetall ist leicht, unveränderlich und ein ausgezeichneter elektrischer und Wärmeleiter und verfügt in bestimmten Legierungen über eine gute mechanische Festigkeit.

Im Herzen eines Naturparks

Der regionale Naturpark der Alpillen umfasst 16 Gemeinden, darunter Les Baux-de-Provence. Zwischen der Camargue und dem Luberon steht er entschlossen und stolz zu seiner provenzalischen Identität und seiner wilden Landschaft.

Seine weißen Kalkfelsen heben sich vor dem kräftigen Blau des Himmels ab, während Weinreben und Olivenbäume an den günstigen Hanglagen gedeihen.

Die Alpillen bieten eine Vielfalt natürlicher Lebensräume: Wiesen, Heide, Wälder, Steilfelsen, Sümpfe, Pflanzenkulturen … Die Tier- und Pflanzenwelt zählt 960 Pflanzenarten, 90 Vogelarten, 19 Fledermausarten und mehrere hundert verschiedene Insektenarten.

Hier sind auch der Habichtsadler und der Mauerläufer zu Hause, für das Massiv typische seltene Vogelarten, die passionierte Ornithologen aus der ganzen Welt anziehen.

Die Vielfalt der natürlichen Lebensräume, die reiche Flora und Fauna und die seltenen Tier- und Pflanzenarten wecken das Interesse der Wissenschaftler an dieser unberührten Landschaft. Aber die Natur der Alpillen ist noch mehr. Seit Jahrhunderten wurde sie von ihren Bewohnern geformt und ist das Erbe einer Kultur, die die Identität des Massivs geprägt hat.

 

Parc naturel régional des Alpilles

2 Boulevard Marceau
13210 Saint-Rémy-de -Provence
Tél. +33 04 90 90 44 00
www.parc-alpilles.fr
contact@parc-alpilles.fr

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Fremdenverkehrsamt

Maison du Roy, Rue Porte Mage,
13 520 Les Baux-de-Provence
Tel. +33 (0)4 90 54 34 39
tourisme@lesbauxdeprovence.com

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Mon. – Frei.: 9.30 Uhr – 17.00 Uhr
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