Pat de Wilde in Les Baux-de-Provence

2 August bis 9 September

Der Mensch ist ein Spiegel für den Menschen! Der Einzelne kann sich nicht selbst denken, wenn er kein eindeutiges Modell hat, nach dem er sich definieren kann. Indem er sich im Blick des anderen spiegelt, kann jeder Mensch sich seiner selbst bewusst werden und eine Identität aufbauen.

Pat de Wilde war sowohl Seher als auch Sichtbarer und arbeitete auf diese Weise mit den fotografierten Personen wie in einer Reflexion. In dieser Gleichzeitigkeit ist es schwer zu sagen, wer sah und wer gesehen wurde, wer dafür sorgte, dass der andere existierte.

Da Pat de Wilde darauf setzte, dass sich das Individuum im Halbdunkel intensiver offenbart als bei Tageslicht, setzte er das Motiv jedes Mal in denselben schattigen Raum, unter derselben indirekten Beleuchtung und vor denselben schwarzen Hintergrund – die Materialisierung der geheimnisvollen Nacht, aus der wir hervorgehen und in die wir zurückkehren, nachdem wir Gestalt angenommen haben. Nicht eine, sondern unendlich viele Formen.

Eine unzählige Menge an flüchtigen Erscheinungen, die je nach der Metamorphose des Identischen variieren.

Vorübergehende Ausdrucksformen ein und derselben Realität, aus denen der Fotograf eine Vision festhält. Eine Vision, die bei Pat de Wilde gewissenhaft, fleißig und synthetisch sein soll. Und vor allem künstlerisch.

Die Frauen und Männer der Mursis, Padaungs, Kogis, Konyaks, Papuas, Akhas, Sans, Himbas usw., denen Pat de Wilde auf ihren einsamen Wanderungen begegnete, sind die letzten Vertreter einer besonderen Lebensweise. In feindliche Umgebungen abgedrängt, von der Mehrheit verachtet und von den Regierenden vernachlässigt, sind sie in absehbarer Zeit zur Assimilation und zum Aussterben verurteilt.

Mit seiner Arbeit wollte Pat de Wilde ihre Bedeutung, ihre Schönheit und ihre Würde zum Ausdruck bringen. Er wollte sie feiern und verlängern. Denn wo auch immer es sich befindet und insbesondere, wenn seine Lebensweise seltener und zerbrechlicher wird, ist jedes Wesen ein Wunder, das Aufmerksamkeit, Sorgfalt, Bewunderung und Respekt erfordert.

Nach ihrem Studium an der Ecole Supérieure d’Arts Graphiques in Paris hätte Pat de Wilde Malerin, Zeichnerin oder Bildhauerin werden können.

Seine Veranlagung hatte ihn dazu bestimmt. Er widmete sich lange Zeit der Malerei und ist auch heute noch damit beschäftigt. Aber er war neugierig auf andere und entschied sich statt für die Einsamkeit des Künstlers für die des Reisenden.

Eines Tages, nachdem er als künstlerischer Leiter, Chefredakteur und Ressortleiter gearbeitet hatte, tauschte er seine Stifte und Pinsel gegen eine Kamera ein und machte sich auf, die Welt zu erkunden. Damals war es möglich, sich frei von einem Land zum anderen zu bewegen, bis hin zu abgelegenen Orten, die heute verboten sind.

Diese waren es, die Pat de Wilde am meisten interessierten. Dort, wo es Frauen und Männer gibt, die noch am Rande der Globalisierung und der demografischen Konzentrationen leben.

Daraus resultierten zahlreiche Veröffentlichungen, Ausstellungen und Bücher. Die Präsentation ihrer Arbeit im Hôtel de la Tour de Brau in Les Baux-de-Provence fällt mit der Veröffentlichung ihres 50. Buches zusammen, einer bei Art Absolument herausgegebenen Monografie, die ihren Werdegang nachzeichnet.

Preise

Eintritt frei

Praktische Informationen

Rue du Trencat
13520 Les Baux-de-Provence

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