4 Hôtel de Porcelet - Museum Yves Brayer

Hôtel de Porcelet

Dieses schöne Haus des 16. Jahrhunderts hat eine originelle Fassade und elegante, fein gemeißelte Fensterpfosten. Das Hôtel de Porcelet war der Wohnsitz einer der illustren Familien von Arles. Auch eine Straße trägt noch ihren Namen. Im Erdgeschoss des Hauses ist der Kuppelsaal mit Gemälden des 17. Jahrhunderts erhalten, welche die vier Jahreszeiten und Allegorien der vier Kardinaltugenden zeigen. Im Hôtel ist seit 1991 das Museum Yves Brayer ansässig.

Musée Yves Brayer (1907 - 1990)

Im Museum ist eine Retrospektive des außerordentlichen Werks von Yves Brayer zu sehen. Etwa einhundert Ausstellungsstücke zeugen von der Qualität und Seltenheit seiner Schöpfungen über eine Spanne von 60 Jahren. Neben provenzalischen Landschaften sind auch Gemälde zu bewundern, die von Spanien und Italien inspiriert sind und die bevorzugte Themen von Yves Brayer behandeln.

 

Yves Brayer ist einer der bedeutendsten französischen Maler des 20. Jahrhunderts, da er trotz seiner Treue zur Darstellungstradition seine persönliche Sichtweise und technische Vielfalt in seine Kunst einbrachte. Sein Werk besteht neben Landschaften auch aus großen Gemälden, Figuren und Stillleben.

Yves Brayer wurde 1907 in Versailles geboren. Im Jahre 1924 kam er nach Paris, wo er mit dem Kunststudium begann. Eine erste Reise nach Spanien 1927 inspirierte ihn zu mehreren großen Gemälden. 1931 bis 1934 verweilte er in der Villa Medici in Rom, wo er sich von der Fülle des italienischen Lebens mitreißen ließ und diese auch in seiner Kunst widerspiegelte. Im Alter von 27 Jahren war seine erste große Ausstellung in Paris mit Erfolg gekrönt.

 

Ab 1945 reiste er jedes Jahr nach Saint-Rémy und Les Baux-de-Provence, bis er schließlich 1961 in Les Baux ein Haus kaufte. So verbrachte er seine Zeit zwischen Paris und der Provence. Auf seinen zahlreichen Ausstellungen in Frankreich und im Ausland konnte er die Provence, die für ihn die Seele der Mittelmeerlandschaften verkörperte, durch seine Augen zeigen. 

 

Zu Yves Brayers breiter Palette gehörten auch große Gemälde und Stillleben, die er im Salon d'Automne ausstellte, dessen Präsident er in den 80er Jahren wurde. Auf seinen Reisen nach Mexiko, Ägypten, Griechenland, Russland, Japan, in die USA und den Iran fing er schnell das Licht und die Rhythmen des Landes ein und brachte zahlreiche Aquarelle zurück.

Seine Vorliebe für grafische Gestaltungen führte ihn zu Kupferstichen und Lithografien. So fertigte er viele Grafiken an und illustrierte Bücher mit begrenzter Auflage mit Texten von Blaise Cendrars, Henry de Montherlant, Baudelaire, Paul Claudel, Jean Giono, Frédéric Mistral u.v.m. Yves Brayer schuf auch Wanddekorationen, Vorlagen für Bildwirkereien, Modelle für Dekors und Kostüme für das Théâtre-Français und die Opern von Paris, Amsterdam, Nizza, Lyon, Toulouse, Bordeaux und Avignon.

Yves Brayer starb 1990 und wurde im Friedhof auf der Anhöhe des Dorfes in der Nähe seines Freundes Louis Jou zur Ruhe gelegt.

Ausstellung → Fauvismus und Harmonie – Rund um Henri Manguin
4 Mai bis 10 Oktober
Weitere Informationen zu diesem Link.

 

 

Preise

Erwachsene → 8€, Gruppen → 4€, unter 18 Jahren Eintritt frei

 

Öffnungszeiten
April bis September täglich 10.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 18.30 Uhr
Oktober bis Ende Dezember und März täglich außer dienstags 11.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr

Jährige Betriebsferien → Januar und Februar

 

Auskünfte
Tel +33 (0)4 90 54 36 99
Fax +33 (0)1 46 33 41 18 
www.yvesbrayer.com